Projekt-Dokumentation / Presse & Medien / Download
Allgemeine Infos
Mit dem Umsetzungsprojekt „Stadt - Land - Fluss“ soll die in den Jahren 2019 – 2021 aus dem Modellprojekt „Marktplatz der biologischen Vielfalt“ entwickelte kommunale Biodiversitätsstrategie für die Stadt Rottenburg a. d. Laaber gezielt umgesetzt werden.
Das direkt auf das Marktplatz-Projekt folgende Projekt „Stadt - Land - Fluss – Naturschutz und Landwirtschaft Hand in Hand für Rottenburg a. d. Laaber“ (2021 - 2024) umfasste folgende vier Handlungsfelder: Agrarlandschaft / Biotopverbund, kommunales Flächenmanagement, Verbesserung regionaler Wertschöpfungskreisläufe und Bewusstseinsbildung / Öffentlichkeitsarbeit. Es stellte nicht nur ein Pilotprojekt für die Umsetzung von Arten- und Biotopschutzzielen auf kommunaler Ebene, mit regionalen Akteuren, dar, sondern es wurden darüber hinaus auch kommunalspezifische Handlungsansätze für ländliche Kommunen - insbesondere in intensiv genutzten Agrarlandschaften - in ganz Bayern erarbeitet.
Das seit Mitte 2024 laufende Nachfolgeprojekt „Stadt - Land - Fluss – biologische Vielfalt und Biotopverbund in Rottenburg a. d. Laaber“ beinhaltet weiterhin dieselben Handlungsfelder, setzt aber gleichzeitig einen Schwerpunkt auf die Maßnahmenumsetzung. So sind mindestens 25% der Mittel für konkrete Maßnahmen aufzuwenden.
1. Biotopverbund
1.1. Biotopverbundkonzept
Das unterstützend tätige Büro Landimpuls erfasste über den Sommer 2021 für ein Teilgebiet vorhandene Biotope und Biotopverbundstrukturen am PC sowie im Gelände. Diese systematischen Erfassungen bildeten zwar eine detaillierte Grundlage für ein Konzept zur Anlage ergänzender Strukturen (z.B. Hecken, Säume, Gewässerrandstreifen…), es stellte sich aber heraus, dass eine derart aufwendige Bearbeitung des gesamten Gemeindegebiets sowohl den zeitlichen als auch den finanziellen Rahmen gesprengt hätte.
Biotopverbundkonzept: Presseartikel im Rottenburger Anzeiger vom 27.05.2021
Biotopverbund über eine Hecke bzw. einen Hochstaudensaum
Deshalb wurde beschlossen, interessierten Landwirten Beratungsgespräche anzubieten, um gemeinsam zu erarbeiten, welche Maßnahmen möglich und für den Betrieb sinnvoll wären. Seit Sommer 2022 finden diese Hofberatungen statt.
Eine Möglichkeit zur Finanzierung von Maßnahmen sind Mittel für Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen. Hierzu zählt beispielsweise das Vertragsnaturschutzprogramm. Informationen darüber findet man hier:
https://www.youtube.com/watch?v=xGaA_aCRFSE
Das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm: Vom Acker zum Grünland - Keine Angst vor der Festlegung
Das Bayerische Vertragsnaturschutzprogramm: Umwandlung von Acker in Grünland - das Baukastenprinzip
1.2. Hecken
Heckenpflege
Seit Winter 2021/2022 werden überalterte Hecken , die bei den regelmäßigen Baumkontrollen aufgefallen sind, abschnittsweise auf den Stock gesetzt.
Frisch gepflegte Hecke bei Bogenhausen
Heckenpflanzung
Im Herbst 2024 wurde durch einen Landwirt eine erste Heckenpflanzung bei Niedereulenbach realisiert.
Anlage einer Hecke als Trittsteinbiotop: Presseartikel im Rottenburger Anzeiger vom 03.01.2025
Anfang 2025 folgte die Anpflanzung eines Waldrands aus Sträuchern auf einer städtischen Fläche bei Haag.
1.3. Obstbäume
Obstbaumpflege
Seit Winter 2021/2022 werden überalterte Obstbäume, die bei den Baumkontrollen auffallen, am Rand von Straßen gepflegt.
Obstbaumpflanzung
Im Winter 2024/25 wurde die städtische Streuobstwiese nahe des ehemaligen Kasernengeländes mit Wildobst ergänzt.
Wildobst auf der städtischen Streuobstwiese
Im Frühjahr 2025 wurden gemeinsam mit dem Obst- und Gartenbauverein Rottenburg über das Programm „Streuobst für alle“ des Amts für Ländliche Entwicklung 110 junge Obstbäume an Interessierte ausgegeben.
1.4. Quellen
Unter Federführung des Bund Naturschutzes wurden ab 2021 Quellen im Gemeindegebiet aufgenommen. Anschließend erfolgte die digitale Aufbereitung der Daten mit Empfehlungen für Umsetzungsmaßnahmen.
Quellenkartierung: Presseartikel im Rottenburger Anzeiger vom 10.03.2021
1.5. Stillgewässer
Unter Federführung des Landschaftspflegeverbands Landshut wurde im Januar 2026 der Eisweiher bei Niederhatzkofen renaturiert. Zunächst erfolte eine Auslichtung der dichten Gehölze am Ost- und Südrand, danach wurden die Ufer abgeflacht und mehrere flache Seigen gestaltet.
1.6. Kiesgruben
Artenhilfsmaßnahmen in der Kiesgrube Pritsch
Im November 2021 wurden in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Landshut und der Fa. Pritsch folgende Artenhilfsmaßnahmen durchgeführt:
- Abstechen der Steilwand (für Uferschwalben, Bienenfresser, Wildbienen)
- Modellieren einer flachen Landzunge (für Amphibien und Flussregenpfeifer)
Da die Landzunge während der Brutzeit des Flussregenpfeifers nicht mehr betreten werden soll, wurde zum Schluss ein Schild aufgestellt - gestaltet von FOS-Praktikantin Lara.
Vielen Dank an alle Beteiligten für die Bereitschaft zur Umsetzung dieser Maßnahmen und vor allem die unentgeltliche Durchführung!
Kiesgrube Pritsch: Presseartikel im Rottenburger Anzeiger vom 27.11.2021
Flache Landzunge und Schild für den Flussregenpfeifer
Im Sommer 2024 wurden außerdem Laubfrosch-Hüpferlinge in einem der Weiher ausgesetzt.
1.7. Biodiversität im Siedlungsbereich
Zertifizierung von Naturgärten
Auf Initiative von Gartenbauverein und Bund Naturschutz Rottenburg wurden seit Herbst 2022 bislang neun Gärten im Gemeindegebiet von der Kreisfachberatung am Landratsamt als Naturgärten zertifiziert. Sie erfüllen damit Mindeststandards, um Tieren und Pflanzen einen Lebensraum zu bieten.
Zertifizierung von Naturgärten: Presseartikel im Rottenburger Anzeiger von 2023
Zertifizierung eines weiteren Naturgartens: Presseartikel im Rottenburger Anzeiger vom 25.11.2024
Bepflanzung von Baumscheiben
Der Gartenbauverein Rottenburg plant zudem gemeinsam mit dem Gewerbeverein eine Aufwertung des Stadtbilds in Rottenburg, u.a. durch die Bepflanzung der Baumscheiben.
Weidensonnen für das Stadtbild: Presseartikel im Rottenburger Anzeiger vom 26.03.2024
1.8. Artenschutz
1.8.1. Vögel - Gebäudebrüter
Storch
Bereits seit vielen Jahren gibt es ein Storchennest auf einem landwirtschaftlichen Gebäude in Niedereulenbach. In den letzten Jahren wurden allerdings immer wieder Kämpfe um dieses Nest beobachtet. Deshalb machte man sich auf die Suche nach einem Standort für eine weiteres Nest, fündig wurde man bei der Fam. Burger in Oberhatzkofen. Im Frühjahr 2022 wurde das Nest angebracht und man hoffte, dass sich dort zeitnah ein durchziehendes Storchenpärchen bei der Suche nach einem geeigneten Nistplatz niederlassen würde. Dies war jedoch bislang nicht der Fall.
Storchennest in Oberhatzkofen: Presseartikel im Rottenburger Anzeiger vom 10.03.2022
Kurz darauf musste man feststellen, dass sich ein Storchenpaar auf einem Funktum in Gisseltshausen selbst ein Nest gebaut hatte und dort erfolgreich ihre Jungen aufzog. Die Tiere kehren seitdem jedes Jahr wieder dorthin zurück.
Storchennest in Gisseltshausen: Presseartikel im Rottenburger Anzeiger vom 19.04.2023
Im Herbst 2024 wurde durch den ehrenamtlichen Gebäudebrüterberater Bewuchs im „alten“ Nest in Niedereulenbach festgestellt, weshalb ein fehlender Wasserabfluss im Nest vermutet wurde. Gleichzeitig hatte er in den letzten Jahren beobachtet, dass der Bruterfolg der Alttiere immer schlechter wurde. Für die Jungvögel birgt Staunässe die Gefahr, dass sie bei Regen durchnässen. Die Dorfgemeinschaft organisierte deshalb gemeinsam mit der Feuerwehr eine Reinigungsaktion des Nests, die – wie sich herausstellte – dringend nötig war. Im Folgejahr wurden in dem Nest wieder mehrere Jungvögel erfolgreich aufgezogen.
Storchennest in Niedereulenbach: Presseartikel im Rottenburger Anzeiger vom 13.11.2024
Turmfalke
Spatz
Gebäudebrüterfreundliches Wohnhaus: Presseartikel im Rottenburger Anzeiger vom 05.05.2022
Unterstützung durch Bauunternehmen Huber, Münster
Unterstützung durch Zimmerei Loibl, Pattendorf
Ins Gebäude integrierte Spatzenkästen
Mauersegler
Mauersegler im Bauhof Rottenburg: Presseartikel im Rottenburger Anzeiger vom 25.08.2023
Schleiereule
Schleiereulenkasten am Repsstadel: Presseartikel im Rottenburger Anzeiger vom 29.02.2024
1.8.2. Vögel - Wiesenbrüter
Kiebitz
Seit 2022 besitzt die Stadt zwei Zäune als Schutz für Kiebitz-Brutplätze im Labertal. Ein solcher Zaun wird aufgestellt, nachdem das Nest genau verortet wurde, und dient dann dem Schutz vor Fressfeinden wie z.B. dem Fuchs. Finanziert wurden die Zäune durch die untere Naturschutzbehörde am Landratsamt Landshut. Bei der Umsetzung arbeiten Manfred Dichtl vom Landesbund für Vogelschutz (Lokalisierung des Nests) und der Landwirt Sepp Lang (Aufstellen und Betreuen des Zauns) eng zusammen.
Leider hatten die Kiebitz-Eltern in den letzten Jahren das Nest so geschickt platziert, dass eine genaue Lokalisierung aus der Ferne nicht möglich war. Der Zaun kam deshalb das erste Mal im Jahr 2025 zum Einsatz.
Auszeichnung Wiesenbrüterfreund:in
1.8.3. Vögel - Baumbrüter
Bereits im Rahmen des Projekts „Marktplatz der biologischen Vielfalt“ hatte die Gemeinde auf etlichen ihrer Flächen Nistkästen für Vögel, Fledermäuse, Insektenhotels etc. angebracht. Der Bund Naturschutz übernahm in den letzten Jahren ergänzende weitere Aktionen.
1.8.4. Amphibien
Laubfrösche für das Labertal
Im Sommer 2025 wurden in Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Landshut e.V. sowie einem engagierten Landwirt Laubfrosch-Hüpferlinge im Labertal sowie in Feuchtbiotope bei Viehhausen und bei Unterlauterbach ausgesetzt.
1.8.5. Insekten
Wiederansiedlung von Sumpfschrecken im Labertal
Ebenfalls am 23.07.2025 wurden in Kooperation mit dem Landschaftspflegeverband Landshut e.V. und einem engagierten Landwirt ca. 150 Sumpfschrecken aus dem Mettenbacher Moos auf einem Seggenried im Labertal ausgesetzt. Diese Heuschreckenart soll sich von dort aus wieder im Labertal ausbreiten.
2. Kommunales Flächenmanagement
2.1. A.ckerwert
Zusammen mit Fachleuten und Lioba Degenfelder von A.ckerwert wurden 2020 etliche verpachtete städtische Grundstücke besichtigt und Vorschläge für eine naturverträglichere Nutzung gemacht. Die Ergebnisse fließen in die Beratungsgespräche mit den Landwirten ein.
2.2. Labertalkonzept
Pflege- und Entwicklungskonzept Labertal 2021
Das Tal der Großen Laber bildet den aus naturschutzfachlicher Sicht wertvollsten Bereich im Gemeindegebiet.
1998 wurde für den Teil nördlich der Scharmühle ein ökologisches Entwicklungskonzept erarbeitet sowie 2005 für ausgewählte Teilbereiche im Nordteil des Labertals (damalige städtische Ankaufsflächen) ein Pflege- und Entwicklungskonzept erstellt. Seitdem hatte niemand mehr untersucht, welche Lebensräume und Arten genau im Labertal vorkommen.
Deshalb wurde 2021 für die öffentlichen Flächen ein Entwicklungskonzept mit Zielen und Maßnahmen zur Optimierung des Gebiets für seltene Tiere und Pflanzen erstellt. Für Flächen, die nicht in öffentlicher Hand sind, wurden zudem Aussagen zur Priorisierung beim Flächenerwerb getroffen.
Folgende Artengruppen wurden näher untersucht:
- Vegetation / Flora
- Vögel
- Tagfalter / Heuschrecken
- Amphibien
Die Ergebnisse fließen in die Beratungsgespräche der Landwirte ein, so dass die Nutzung genau auf die vorkommenden Arten abgestimmt werden kann.
Außerdem bauen Umsetzungmaßnahmen auf den Erkenntnissen und Empfehlungen der Kartierung auf.
So wurden auf städtischen Flächen bereits die ersten kartierten Neophyten entfernt. Im Sommer 2023 handelte es sich um einige Pflanzen Riesen-Bärenklau bei Schaltdorf. Außerdem fällte der städtische Bauhof im Winter 2023/24 mehrere Späte Traubenkirschen in der Nähes des Wechsler-Kreisels sowie einige Rot-Eschen bei Högldorf. Die Bereiche werden beobachtet, so dass ggf. frühzeitig nachgearbeitet werden kann.
Seit 2025 wurden zudem auf der Wasserbüffelweide, im Kernbereich für die Wiesenbrüter, erste empfohlene Maßnahmen umgesetzt. Bekannt sind hier Bruten des Kiebitzes, aber auch Flussregenpfeifer haben dort schon Brutversuche unternommen. Die zentral gelegene Seige war im Jahr 2024 für längere Zeit ausgetrocknet, eine Ursache dafür war bislang nicht auszumachen, sie soll weiterhin beobachtet werden. Als Ersatz bzw. Ergänzung wurden deshalb in Kooperation mit dem Wasserwirtschaftsamt im Sommer 2025 Bereiche von der Großen Laber aus ausgehoben.
Angrenzend an die Weidefläche hat sich zudem im Laufe der Jahre der Schilfgürtel wegen fehlender Bewirtschaftung immer weiter ausgebreitet und schränkt deshalb die Fläche für die Wiesenbrüter durch seine Kulissenwirkung enorm ein. Im Winter 2024/25 wurde deshalb ein erster Bereich von etwas über 1ha mit der Mähraupe gemäht, eingezäunt und wird seitdem beweidet. Im Winter 2025/26 folgte ein zweiter Abschnitt, in den folgenden zwei Jahren sollen nochmals jeweils ca. 1ha Schilf folgen, so dass der Talbereich Schritt für Schritt für die wiesenbrütenden Vögel aufgewertet wird.
Schilfmahd im Labertal bei Unteraichgarten
An empfohlenen Artenschutzmaßnahmen wurden im Sommer 2025 auf der Wasserbüffelweide Sumpfschrecken und Laubfrösche angesiedelt, die sich von dort aus wieder im Labertal ausbreiten sollen.
2.3. Pflege städtischer Flächen
Pflegekonzept für kommunale Flächen
Grundsätzlich sind etliche kommunale Flächen verpachtet, oft mit Auflagen. Der Großteil wird jedoch vom städtischen Bauhof nach einem jährlichen Pflegekonzept gepflegt, zum Teil werden städtische Flächen aber auch von Anliegern mitgepflegt. Oftmals handelt es sich hierbei um ungünstig geschnittene oder sehr kleine (Rest-)Flächen. Im Rahmen des Pflegekonzepts wurde untersucht, ob und wie die Pflege kommunaler Flächen aus naturschutzfachlicher Sicht optimiert werden kann.
Zunächst einmal musste dafür der aktuelle Zustand aller kommunalen Flächen ermittelt werden. Dies erfolgt mittels Luftbildauswertung am PC. Die Flächen wurden einer der folgenden Kategorien zugeordnet:
- Offenland: Acker, Grünland, Randflächen, Feldgehölz
- Gewässer: Fließgewässer, Stillgewässer
- Infrastruktur: Straße / Weg, Begleitstreifen / -fläche
- Siedlung und Gewerbe: öffentliche Grünanlage, versiegelter Platz, Spielplatz / Sportanlage, Friedhof, Gebäude, Industrie-/ Gewerbefläche
- Wald: Laubwald, Nadelwald, Mischwald
Zudem wurden Grenzverletzungen festgehalten.
In einem nächsten Schritt wurde dann ermittelt, welche Flächen grundsätzlich sehr gut bzw. gut für den Biotopverbund geeignet wären. Von diesen knapp 60 Flächen mussten einge aufgrund bestehender Zwänge (z.B. geplantes Baugebiet) aussortiert werden. Die restlichen sollen sukzessive in Zusammenarbeit mit dem jeweiligen Bewirtschafter aufgewertet werden.
2.4. Optimierung von Ausgleichsflächen
Nicht alle Ausgleichsflächen im Gemeindegebiet wurden über die Jahre vorbildlich gepflegt. Wo beispielsweise zu selten gemäht wurde, breiteten sich im Laufe der Zeit immer mehr Gehölze aus.
Eine erste Fläche bei Krumbach wurde Ende 2020 von Pappelaufwuchs befreit und wird nun wieder wie ursprünglich vorgesehen durch einen Landwirt extensiv gemäht.
Anfang 2021 folgte eine weitere Ausgleichsfläche bei Rahstorf. Hier hatten sich in den letzten Jahren Schlehen übermäßig in die Fläche hinein ausgebreitet, die von einem ortsansässigen Landwirt im Winter mit dem Traktor bzw. händisch ausgezogen wurden.
Anfang 2022 wurde durch Schüler der FOS Schönbrunn eine Fläche in der Galgenlohe von übermäßigem Ahornaufwuchs befreit. Auch diese Fläche kann nun wieder dauerhaft extensiv genutzt (d.h. hier: beweidet) werden.
2.5. Blumenwiesen auf kommunalen flächen
Bereits während des Marktplatz-Projekts wurden erste Blumenwiesen in der Gemeinde angelegt.
Zur Umsetzung weiterer Flächen bewarb sich die Gemeinde Anfang 2022 für eine Auswahl von 100 bayerischen Kommunen, die im Rahmen des Blühpakts Bayern einen Beitrag zum Insektenschutz leisten möchten, und dabei mit einem Zuschuss von 5.000 € unterstützt werden – und sie wurde ausgewählt!
Hauptsächlich entstanden durch im Frühjahr 2022 Blühflächen in den Siedungsgebieten bzw. siedlungsnahen Bereichen, es fand aber auch die Anlage eines Sandariums sowie einer Hecke statt.
Link zur Seite des Blühpakts: Vorstellung der Flächen in Rottenburg a.d. Laaber
Starterkit Blühpakt: Presseartikel im Rottenburger Anzeiger vom 04.04.2022
Umsetzung des Starterkits Blühpakt: Presseartikel im Rottenburger Anzeiger vom 05.11.2022
In den nachfolgenden Jahren wurden weitere Blumenwiesen auf städtischen Flächen angelegt, wie z.B. in der Nähe des V-Markts, rund um das Schulsportgelände oder auch im Kläranlagengelände.
Alle Wiesen werden zweischürig gemäht, z.T. besonders insektenschonend mit Messerbalkenmähern.
3. Regionale Wertschöpfung
3.1 Workshop Regionalvermarktung
Eines der Ziele des Projekts „Stadt – Land – Fluss“ ist es, die regionale Wertschöpfung zu stärken.
Deshalb wurde am 29.03.2020 ein Workshop mit regionalen Erzeugern veranstaltet, um festzuhalten, welche Produkte bereits angeboten werden und welche mittelfristig ergänzt werden könnten. Außerdem wurde abgefragt, wer Interesse an einer gemeinsamen Vermarktung hätte.
Zum weiteren Vorgehen wurde vereinbart, die Erzeuger in homogene Kleingruppen aufzuteilen und dort die Markteinführung ihrer Produkte vorzubereiten.
3.2 Markteinführung Honig
Im Rahmen des Imkertags am 22.05.2022 brachten acht Imker ihren Honig unter dem Label „Rottenburger Biotop-Originale“ auf den Markt. Kurz drauf folgte ein weiterer Imker.
Imkertag: Presseartikel im Rottenburger Anzeiger vom 26.05.2022
3.3 Markteinführung Produkte vom Weiderind
Im Rahmen des Naturerlebnistages am 18.09.2022 wurden Fleisch- und Wurstprodukte vom Weiderind vorgestellt. Die Verköstigung übernahm der Biohof Butz mit leckeren „Rotten-Burgern“. Der Biohof Butz bietet außerdem einen Teil seiner sonstigen Waren (z.B. Milch- und Getreideprodukte) unter dem Label „Rottenburger Biotop-Originale“ an.
Naturerlebnistag: Presseartikel im Rottenburger Anzeiger vom 21.09.2022
3.4 Gastronomie
Seit Anfang 2023 steht leckeres Weiderindfleisch auf der Speisekarte beim Forstnerwirt in Rottenburg.
Testessen beim Forstnerwirt: Presseartikel im Rottenburger Anzeiger vom 06.04.2023
3.5 Lebensmittelautomat
Seit Herbst 2024 kann man am Busbahnhof die „Rottenburger Biotop-Originale“ rund um die Uhr erwerben.
Lebensmittelautomat am Busbahnhof: Presseartikel im Rottenburger Anzeiger vom 24.10.2024